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Neuigkeiten aus Çeşme

Die Krankenschwester Natascha Köhler, mit der wir im Dezember/Januar gemeinsam in Çeşme gearbeitet haben, ist derzeit wieder in Çeşme und berichtet von ihren Eindrücken:   Merhaba aus Çeşme! Es hat sich vieles verändert seit Dezember/Januar, als ich das letzte mal hier war. Nicht nur das Wetter ist besser, auch Çeşme ist voller. Mehr Autos, mehr Menschen. Aber keine Flüchtlinge mehr. Seit dem Deal mit der Türkei setzen nur noch vereinzelt Boote nach Chios über. Gott sei Dank! Deshalb hat sich die Arbeit komplett auf die Umgebung von Izmir verteilt. Imece, die örtliche Organisation, fährt mehrmals pro Woche verschiedenste Camps an.

Idomeni aktuell

Ein Beitrag von Eva Beehren, die uns bei unserem letzten Aufenthalt in Idomeni begleitet und geholfen hat und dort auch weiter hilft. “Es sind noch ca. 10.000 Menschen in Idomeni. Doch seit Sonntag, den 10. April mehren sich die Vorfälle, die Hunderte von Menschen auch weggehen lassen in die anderen Camps, vom Militär betriebene. Es hatte eine heftige Tränengas- und Gummigeschossattacke gegeben, wegen einer sehr emotionalen  Demonstration an der Grenze, bei der auch Steine flogen. Viele Menschen, viele Frauen und Kinder wurden durch das Tränengas verletzt, da es sehr weit ins Camp hineingeschossen wurde. Ein aufkommender Sturm trieb das Gas

Das Wunder des Alltags in Idomeni

 Unsere Eindrücke von Idomeni   Die Fotos und Nachrichten hatten uns schon von den Strapazen erzählt, denen die Menschen hier in Idomeni ausgesetzt sind: Wo ihr Weg nicht weiter führt, vom wochenlangen Ausharren in Schlamm und Kälte, in engen Zelten, mit gerade soviel Essen und Unterstützung, das es zum Überleben reicht. Von der fehlenden Perspektive und Information, wohin sie als nächstes hintransportiert werden, wo sie in dieser Welt vielleicht noch eine Zuflucht finden könnten.   Aber was uns sprachlos gemacht hat und auch bleibend zutiefst berührt, ist nicht nur die Not dieser Menschen, sondern noch mehr die bescheidene Höflichkeit und

Neues aus Çeşme

In Çeşme wird nicht mehr gelacht, seitdem die Menschen wissen, das die Reise nach Europa in Idomeni zu Ende ist. Aber sie versuchen es trotzdem immer wieder nach Griechenland zu kommen. Einige sind schon zwanzig Mal von der türkischen Küstenwache auf offenem Meer daran gehindert worden. „Wo sollen wir denn hin ?“ sagen sie mit ihren kranken Kindern in den Armen. Krank sind sie fast alle, vor allem erkältet, oft hoch fiebrig, da sie meist nass an Land gesetzt werden und irgendwo im Freien den Rest der Nacht verbringen. Wenn sie Glück haben finden sie am nächsten Morgen die freiwilligen Helfer

Idomeni

Das Sperren der mazedonischen Grenze hat Tausenden von Menschen, die auf der Flucht sind, die Hoffnung auf Freiheit und Sicherheit genommen und ihre Not unmenschlich vergrößert. Diesen März helfen dort Freunde von Avicenna, vor allem Arman, Friederike und Eva  mit unserem privaten Wohnmobil und Hilfsgütern, auch von Islamic Relief aus Köln.  Sie versuchen, so gut es geht, den Menschen ohne Hoffnung auf einen Weg in eine bessere Zukunft zu helfen. Wir waren Ostern als Ärzte dabei in Begleitung von unserem Freund und wunderbaren, arabisch sprechenden Übersetzer Keyvan. Robert hat uns ein von der Iranerin, Nina organisiertes Wohnmobil zu einem Medikomobil

Torbali

Neben der medizinischen Versorgung konnten wir, dank zahlreicher Spenden, die Camps in Torbali auch wieder mit Nahrungsmitteln versorgen. Mit Freude konnten wir sehen, wie die Kartoffeln sofort gerecht verteilt wurden, das Waschpulver direkt zum waschen genutzt wurde und das Mehl zu Brot gebacken wurde.

Starke Frauen

  Starke Frauen in den Camps von syrischen Flüchtlingen in Torbali.

Hilfe in Dunkirk

Ein Bericht von Cherylyn Vanzuela mit ihren Fotos „Grande-Synthe Camp“ in Dunkirk is far worse than „Jungle“ Dunkirk is 30km away from Calais an it is just a 3,5 hour trip from cologne. This place is in a park in middle of the city and is a short hop from the residential neighborhood in Dunkirk. I didn´t know that a camp could be far worse than „Jungle“ in Calais. But it is. The people of the Grand-Synthe camp are living in horrendous conditions – more dirt, more mud and more than 2.000 people are living in this area with less

Lebensmittel für Torbali

Lebensmittel für Torbali Mit Hilfe von Spendengeldern war es uns möglich, die Menschen in Torbali wieder mit Lebensmitteln zu versorgen. Iris Paul, unsere Ansprechpartnerin aus Çeşme, hat dies für uns übernommen. Hier ist ihr Bericht: Gemeinsam mit Mehmet aus Izmir, der mich als Übersetzer unterstützt hat, war ich am 23.01.2016 in Torbali und habe allen Familien Lebensmittel gebracht (pro Familie Reis, Linsen, Bohnen, Bulgur, rote Linsen, Mehl und Öl). Darüber hinaus hatte ich von İmece İnisiyatifi Çeşme für die Frauen Binden und Feuchttücher sowie Babynahrung dabei. Wir wurden sofort freudig von den Kindern begrüßt und ein ca. 13jähriger Junge half

Syrische Flüchtlinge in Torbali/Izmir

Syrische Flüchtlinge in Torbali/Izmir Während unseres Aufenthalts in Çeşme haben wir auch 3mal ein selbst organisiertes Camp von syrischen Flüchtlingen in Torbali (ca. 50 km südlich von Izmir) besucht. In zwei Lagerhäusern mit kaputten Dächern leben dort 28 syrische Familien. Jede Familie hat innerhalb der Hallen ein kleines Zelt aus Plastikplanen, Toiletten oder fließend Wasser gibt es nicht. Trotz der aus unserer Sicht menschenunwürdigen Bedingungen kamen uns fröhliche und lachende Kinder entgegen, teilweise barfuss und trotz kalter Temperaturen dünn bekleidet. Ein Bild, was uns Allen sehr zu Herzen ging. Bei unserem ersten Besuch stand die medizinische Versorgung im Vordergrund. Viele

Benefizkonzert in Köln

Benefizveranstaltung „Menschen auf dem Weg“, Lutherkirche, 20.12.2015, 17.00 Uhr Das Ärztepaar Bita und Khalil Kermani berichteten im Gespräch mit der Regisseurin der Sendung „Menschen hautnah“, Julia Horn, von ihrem Engagement als Ärzte und Menschen auf Lesbos und ihren geplanten Hilfsaktionen zu deren Gunsten die Veranstaltung stattfindet. Unterstützt wurden die beiden von befreundeten Künstlern, die ihre Musik und Stimmen schenkten, um Herzen für Begegnung zu öffnen. Nach dem Konzert gab es Raum für Austausch und Begegnung bei Glühwein und persischem Essen, welches der iranische Kulturverein „Diwan“ bereitgestellt hatte. Der 20. Dezember vereint in diesem Jahr den 4. Advent des Christentums und

Decken für Moria

Ein Tag voller Wunder Bericht aus November 2015 „Die Hilfe wächst organisch“, sagen viele der in Lesbos lange Zeit anwesenden freiwilligenHelfer, z.B. Henry aus England, der zusammen mit Samuel aus Spanien und einigen anderen jungen Menschen an der Nordküste von Lesbos in Skala Sikaminea die Lighthouse Gruppe gegründet hat. Lighthouse, weil der Leuchtturm, der weit entfernt von der nächstenStraße, an einer unwegsamen Steilküste steht, nachts das Ziel für viele auf dem Meer Richtung Europa fahrende Boote darstellt. Inzwischen haben sie nachts auch Freiwillige, die mit Lampen, die Menschen zu besser zugänglichen Küstenabschnitten lenken und Hilfe rufen, wenn ein Boot in

by AVICENNA Kultur- und Hilfswerk e.V.