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Avicenna Kultur- und Hilfswerk

Willkommen beim Avicenna Kultur- und Hilfswerk

Die ursprüngliche Arbeit von Avicenna bezog sich primär auf die Unterstützung von Menschen und Institutionen in hilfsbedürftigen Ländern. Auf Grund der zunehmenden Zerstörung, gewaltsamen Besetzung und Unterdrückung vieler Länder haben sehr viele Menschen die Flucht nach Europa versucht oder warten in den, an ihre Heimat angrenzenden Ländern auf eine mögliche Heimkehr.

Avicenna hat sich 2015 dieser Situation angepasst, indem Dr. Bita und Dr. Khalil Kermani den Vorstand übernahmen und sich aktiv der neuen Zielsetzung, der Flüchtlingshilfe, also den “Menschen auf dem Weg” gewidmet haben.

Unsere besondere Zielgruppe sind vor allem die Menschen, die an den Grenzen Europas meist in inoffiziellen Zeltlagern leben, mit dem Ziel, irgendwann in ihre Heimat zurückkehren zu können sowie die in unmenschlichen Verhältnissen in Griechenland stationierten Menschen, insbesondere die Frauen und Kinder.
Wir laden alle hilfswilligen Menschen ein, sich durch ihren persönlichen oder materiellen Einsatz bei der Unterstützung der hilfsbedürftigen Menschen zu beteiligen. Sehr gerne können Sie auch eine “ Patenschaft” für langfristige Projekte , wie unsere Schulprojekte oder die Finanzierung unseres Physiotherapeuten oder besonders hilfsbedürftiger Familien übernehmen.  Auch ein kleiner, regelmäßig eingehender Betrag kann da große Hilfe leisten.

Menschen auf dem Weg

Im Herbst 2015 wollten wir auf Kreta Urlaub machen. Als wir auf die Verhältnisse auf der Insel Lesbos aufmerksam gemacht wurden, mit der Frage, ob wir da helfen wollen, nahmen wir sofort die nächste Maschine nach Lesbos.

Seitdem sind wir und unsere Helfer Menschen auf dem Weg und begegnen Menschen auf dem Weg.

Wir begegnen Menschen, die ihre Heimat verloren oder verlassen haben und sich eine sichere, menschenwürdige und gerechte Gegenwart und Zukunft erhoffen. Wir begegnen auch Menschen, die Freude und Erfüllung darin finden, anderen Menschen zu helfen. All diese Begegnungen haben unser Leben verändert und uns nicht mehr losgelassen.

Wir sind in den ersten drei Jahren alle 6-8 Wochen persönlich Vorort gewesen und haben die Menschen akut medizinisch und mit Hilfsgütern versorgt. Unsere Einsatzorte waren zunächst die griechischen Inseln Lesbos und Chios, dann das angrenzende türkische und griechische Festland sowie die türkisch-syrische Grenzregion und der kurdische Teil des Iraks sowie der Libanon. Unsere Helfer waren auch in Serbien, Jordanien und Bangladesh aktiv. Seit dem Sommer 2017 hat sich die Situation auf der Flüchtlingsroute nach Europa geändert. Viele Menschen sind auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft nicht weiter gekommen und versuchen mit mehr oder weniger fremder Hilfe irgendwie zurecht zu kommen. Wir unterstützen jetzt vor allem die unterwegs hängen gebliebenen und diejenigen, die außerhalb der Grenzen ihrer Heimat auf eine Rückkehrmöglichkeit warten. Einen Schwerpunkt bilden der Schulunterricht für die in inoffiziellen Camps lebenden Kinder sowie nachhaltige Autonomieprojekte. Darüber hinaus starten wir immer wieder spontane Interventionen bei besonderen Krisensituationen, wie zuletzt bei der Flutkatastrophe im Iran und jetzt im Herbst 2019 auf Grund des starken Zustroms von Flüchtlingen auf den griechischen Inseln.

 

WDR begleitet Kölner Ärztepaar auf Lesbos

Es sind Momente, die sich ins Gedächtnis einbrennen: Mitten in der Nacht rutscht auf der Insel Lesbos ein Schlauchboot auf den Strand, ausgelegt für 30 Menschen und mit 60 Flüchtlingen völlig überladen.

Schreie hallen durch die Dunkelheit. Die Menschen, die vor Krieg und Terror geflohen sind, haben die gefährliche Überfahrt von der Türkei nach Lesbos überlebt. Alle Insassen sind klitschnass, frieren, und doch haben sie Glück in dieser Nacht. Denn diesmal sind Helfer vor Ort, wie das deutsch-iranische Ärztepaar Bita und Khalil Kermani aus Köln, die die Boote empfangen und die Menschen an Land bringen.

Wir freuen uns über die Verleihung des deutschen Kamerapreises für Krisenberichterstattung an Rene Begas für den Film „Lesbos, Helfer der Gestrandeten“ aus der Reihe „Menschen Hautnah“.

Teil 2 hier und Teil 3 hier

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Spenden

Avicenna Kultur- und Hilfswerk e.V.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank – apoBank
IBAN: DE 55 3006 0601 0005 0195 00
BIC: DAAEDEDDXXX

Wenn Sie eine Spendenquittung benötigen, schreiben Sie bitte Ihre Adresse auf der Überweisung.

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Schulprojekt

Alle Infos dazu finden Sie hier.

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Aktuelles

Lesbos aktuell
Auf Grund der Eskalation der politischen Lage und der weltweiten Pandemie sind nur noch wenige Hilfsorganisationen in Moria.  Unsere Freunde von „stand by me Lesvos“ arbeiten mit Thomas von Sacken von Wadi e.V. unermüdlich an einer Verbesserung der hygienischen Verhältnisse sowie Aufklärung der Menschen, um die Infektionsgefahr ein wenig zu vermindern. Es wird dringend eine finanzielle Unterstützung gebraucht, um auch außerhalb des Lagers, wo etwa 10.000 Menschen ohne sanitäre Anlagen leben, Wasserstellen zum Händewaschen aufzubauen sowie mit Hilfe der Flüchtlinge eine Müllabfuhr zu organisieren . Auch werden PC’s gebraucht, um die Kommunikation der Helfer im Camp zu verbessern. Als nächstes ist eine großflächige Desinfektion aller Zelte mit Inhalt außerhalb des Lagers vorgesehen. Eine Firma aus dem Sauerland hat auch ihr neu entwickeltes antivirales Desinfektionsmittel kostenlos zur Verfügung gestellt. Die medizinische Versorgung wird von der NGO Kitrinos betrieben. Deren Team aus zwei Ärzten konnten wir zusammen mit „Solingen hilft“ um einen weiteren einheimischen Arzt erweitern. Bitte helfen Sie den allein gelassenen Menschen auf Lesbos und ihren wenigen verbliebenen Helfern. Lesen Sie dazu auch diesen Beitrag über die Arbeit von Thomas von Sacken von Wadi e.V.

Hilfe für Idlib
Die Verteilung unseres ersten LKWs für Idlib mit 400 Matratzen, 800 Jacken und 700 Decken aus der Türkei im Kaferlosin Camp bei Idlib ist inzwischen abgeschlossen. Eine zweite Fuhre mit  drei LKWs mit Lebensmitteln, Verbandsstoffe etc.von Human Plus unterstützen wir, gemeinsam mit Lohmar hilft mit Hygiene Artikeln und Kleidern  aus unserer Sammlung in Köln und Wilnsdorf. In der Zwischenzeit haben auch im Ruhrgebiet sehr viele Menschen Kleider gespendet und viele Menschen haben uns bei der Sortierung unserer verbliebenen Kleider geholfen. Zusammen mit Liebe im Karton konnten wir jetzt 2800 Kartons per Schiff nach Idlib losschicken. Wir danken allen Helfern und unseren Spendern, die den Transport ermöglichen und wie danken Barada, die die Verteilung in Idlib zugesagt hat.

Corona
In den Krisenregionen, vor allem den Flüchtlingslagern, kommen alle Risikofaktoren für eine Ausbreitung des Virus zusammen: Der psychische und körperliche Stress, die enge Lebenssituation, mangelnde Ernährung und Hygiene sowie der Kontakt mit Menschen aus betroffenen Regionen. Um wenigstens ein wenig vorbeugend zu helfen, unterstützen wir ein Aufklärungsprogramm von stand by me und Wadi in Zusammenarbeit mit Journalisten und Ärzten aus dem Irak und Iran. Die Aufklärung erfolgt in englisch, arabisch, französisch und farsi mit einer entsprechenden Website auf Facebook sowie über verschiedene Radioprogramme auf Lesbos, im Irak, Iran und Syrien.

 

 

Aktuelle Beiträge

Lebensmittel-Sponsoring-Programm
Lebensmittel-Sponsoring-Programm

Viele Flüchtlinge leben derzeit in furchtbaren Verhältnissen, da sich die COVID-19-Krise ausbreitet

Hilfsaktion in Idlib
Neues aus Idlib

Hilfsaktion in Idlib Der seit Monaten wütende Kampf um die letzte Bastion der syrischen

Iran Flutkatastrophe
Allen Schwierigkeiten zum Trotz

Iran Flutkatastrophe im Januar 2020

 

 

Hier geht es zu unserem Blog, dort finden Sie in chronologischer Reihenfolge Berichte zu allen Avicenna Einsätzen seit Herbst 2015.

by AVICENNA Kultur- und Hilfswerk e.V.