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Flutkatastrophe im Iran

Nach Jahren der Trockenheit wurden große Teile des Irans, insgesamt 23 von 31 Provinzen, sowohl im Norden wie im Süden, von schweren Unwettern mit starken Regenfällen heimgesucht. Mehrere Städte und mehr als 180 Dörfer wurden geräumt. Seit Mitte März kamen bereits 70 Menschen ums Leben. Fast eine halbe Millionen Menschen leben in Notunterkünften. Der entstandene Sachschaden wird auf umgerechnet über eine Milliarden Euro geschätzt. Auf Grund des Wirtschaftsembargos und der dadurch bedingten Wirtschaftskrise ist die Unterstützung aus dem eigenen Land

Wintereinsatz in Athen

Die Lage in Athen ist insofern anders als in der Türkei, da die Menschen hier in besetzten Häusern (Squats) wohnen. Sie haben ein Dach über dem Kopf, im besten Fall ganze Fenster und eine Tür, die abwechselnd von den Männern die im Squat wohnen, überwacht wird. Die besetzten Häuser sind alte Schulen, verlassene Bürogebäude. Alles Gebäude mit großen Zimmern und diese Zimmer teilen sich bis zu 6 Familien oder 15 „Single-Man“, ihren Teil nur mit Decken und Tüchern abgetrennt. Manche

Winter in Torbali mit Dauerregen

Seit unserem ersten Besuch in Torbali im Dezember 2015  hat sich das Bild in den Camps der Flüchtlinge nicht verändert. Allerdings gibt es jetzt viel mehr dieser wilden Camps, in denen die Menschen unter den schlechtesten Bedingungen leben. Wie man auf den Bildern sehen kann, regnet es im Westen der Türkei und das seit Wochen, ein Ende ist nicht in Sicht. Die Temperaturen liegen teilweise bei 2-3 Grad. Die wenigsten haben zu dieser Zeit Arbeit, deshalb ist die Not derzeit

Avicenna im Iran

Die Anzahl von Flüchtlingen aus dem Iran hat im letzten Jahr stark zugenommen. Während dies zu Beginn der Flüchtlingsbewegung meist Afghanen waren, die vor mehr oder weniger langer Zeit dorthin geflohen oder bereits dort aufgewachsen waren, treffen wir in der letzten Zeit immer häufiger Iraner, die durch das Wirtschaftsembargo ihre Existensgrundlage verloren haben. Fragen wir Einheimische, wie weit der Gedanke an eine Flucht in den Westen verbreitet ist, antworten sie, über drei Viertel der ärmeren Mittelschicht mache sich Gedanken über

Athen im Winter 2018

Im Exarchion Park im Anarchistenviertel Athens brennt Tag und Nacht das Feuer, an dem sich die jungen Männer, die auf ihrem Weg nach Europa hier hängen geblieben sind, etwas aufwärmen. Frauen und Kinder sieht man kaum. Sie verbringen die meiste Zeit in den Unterkünften und wenn es keine Heizung gibt, unter der Decke. Zehn Unterkünfte, sogenannte Squads, gibt es zur Zeit hier im Viertel und etwa 1.000 Menschen leben darin. Eine ist erst vor kurzem dazu gekommen und Farzad, ein

Calais im Herbst 2018

Etwa 2.000 Menschen auf der Flucht warten jetzt im Herbst 2018 in Nordfrankreich an der Küste, in der Hoffnung auf eine Überfahrt nach Großbritannien. Seitdem der “Dschungel“ von der Polizei aufgelöst wurde, halten sich die meisten in den umliegenden Wäldern oder den Parks auf. Viele sind noch nicht vorbereitet auf den Winter. “Help for refugees” bat um Hilfe und um das Kleiderlager der NGO’s in Calais zu füllen, startete Avicenna eine Sammlung im Kölner Raum, an der sich sofort die

Thessaloniki im Herbst 2018

Zur Zeit warten ca 20.000 Migranten auf den griechischen Inseln auf ein menschenwürdiges Leben – dreimal so viele, wie in den Lagern Platz haben. Laut offiziellen Angaben wurden zwischen dem 1. Mai und Ende August 2018 bereits 3.950 Flüchtlinge zum griechischen Festland gebracht. Im gleichen Zeitraum seien aber 5.450 neue Migranten aus der Türkei angekommen. Im Umkreis von Thessaloniki wurde deshalb auch das uns von der letzten Reise bekannte Vagiohori vor einigen Monaten wieder eröffnet. Jetzt im Oktober leben hier

Die fünfte Schule

Die fünfte Schule Athen In Athen warten viele Tausend Menschen auf eine Fortsetzung ihrer Flucht in die Freiheit. Damit sie nicht in Griechenland bleiben müssen, haben sich viele nicht offiziell registrieren lassen und bekommen somit auch keine staatliche Unterstützung. In einer ehemaligen Schule leben einige hundert Menschen mit Frauen und Kindern. Es gibt kein Wasser und somit auch keine sanitären Anlagen, außer ein paar Dixi-Toiletten. Der Verein der freien Syrer, gegründet von Flüchtlingen die registriert sind, sowie einige NGO’s, darunter

Hilfe in Jordanien

Jan’s Avicenna-Bericht von seinem Einsatz in Jordanien Nachher saßen wir alle entspannt bei einem Tee vor dem Zelt der Camp-Chefin. Die Nachmittagssonne stand schon tief am Himmel, sodass sie sich nicht mehr brennend heiß, sondern angenehm warm anfühlte. Auf ein paar Plastikstühlen, auf Kisten oder auf dem Boden hatten die Beteiligten Platz genommen. Die Camp-Chefin, Abu Mudira genannt, versuchte im Scherz Serena mit einem ihrer Söhne zu verheiraten. Serena kommt aus Venedig, engagiert sich für Flüchtlinge seit sie vor ein

Bei den Rohingyas in Bangladesch

Bei den Rohingyas in Bangladesch von Schahab Kermani Das Mittagessen wurde eben abgeräumt. Unsere Gastgeberin entschuldigt sich, dass es heute nur Fisch gab. Morgen werde sie wieder ein Huhn für uns auftreiben. Die Wände aus Plastikfolie der kleinen Hütte, in der wir sitzen, geraten in Bewegung. Sie werden abmontiert, leise, um den Schlaf meines Begleiters Freddy nicht zu stören. Über ihm wacht der Sohn der Familie. Er wedelt dem Gast den Rauch der Räucherstäbchen zu und erschlägt jedes Moskito, das

Athen im März 2018

Athen im März 2018 – Bita und Khalil waren vor Ort Im Stadtteil der „Anarchisten“ in Athen leben zu Beginn des Frühlings 2018 etwa 3.200 nicht registrierte Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Nahen Osten und Afrika in etwa zwanzig Unterkünften. Staatliche Hilfe, in Form einer kostenlosen medizinischen Versorgung oder einem Taschengeld von 100 Euro im Monat für das erste Familienmitglied und je 50 für die Weiteren, gibt es nur für diejenigen, die sich in Griechenland offiziell registrieren lassen. Sie dürfen dann

Hilfsaktion in Bangladesh geht weiter

Unsere Hilfsaktion im Flüchtlingscamp Kutupalong geht weiter Im Flüchtlingscamp Kutupalong in Bangladesch haben etwa eine Millionen Menschen Zuflucht vor der Gewalt in ihrem Heimatland Myanmar gefunden. Es ist das größte Flüchtlingslager der Welt. Die Menschen dürfen nicht arbeiten. Für die Kinder gibt es keine Schulen. Sie leben in 10 Quadratmetern großen Hütten aus Bambus und Planen. Stabilere Konstruktionen werden nicht genehmigt. Aber in Kürze werden viele dieser auf hügeligem, sandigen Gelände gebauten Hütten durch den Monsumregen weggeschwemmt werden. Frederik Kondak

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