+49 (0)221-12069894 info@avicenna-hilfswerk.de

Blog

Avicenna im Irak

Unser Einsatz im Irak im April 2017 Wir sind zu Besuch bei unserer langjährigen Freundin Friederike, Nonne der christlichen Gemeinschaft Marmusa. Diese wurde mit Sitz in Syrien von Paolo D’All Oglio gegründet. 2012, ein Jahr vor dessen Entführung in Syrien, gründete die Gemeinschaft auf Einladung des damaligen Bischofs der Chaldäer im Irak eine Niederlassung in Suleymani im kurdischen Teil vom Irak. Pater Jens und Schwester Friederike waren noch bei der Renovierung der Kirche und ihres Gästehauses in Suleymani, da trafen sehr viele Flüchtlinge aus der Umgebung von Mossul, insbesondere auch syrisch-katholische und chaldäische Christen aus Karakosh ein. Die beiden nahmen

Rohingya Muslims in Flüchtlingscamps in Bangladesh

Avicenna hilft Rohingya Muslims in Flüchtlingscamps in Bangladesh Die Rohingya aus Myanmar bilden laut den Vereinten Nationen die weltweit am meisten verfolgte Minderheit und sehr viele sind in das Nachbarland Bangladesh geflohen.  

Neues aus der Türkei

Vom 25. Februar bis zum 8. März 2017 waren Bita Kermani und Neda Rashid wieder in der Türkei. Zunächst im Westen bei Torbali, unterstützt von Iris Paul und unserem arabischen Übersetzer vor Ort. Im Vergleich zum letzen Besuch am Anfang des Jahres waren einige der allesamt inoffiziellen Zeltlager inzwischen von der Polizei geräumt worden. Insbesondere die nicht im Westen der Türkei registrierten Syrer wurden zurück in den Osten geschickt. Unser gerade erst begonnener Schulunterricht wurde dadurch auch leider aufgelöst. Wir hoffen, in Kürze damit wieder starten zu können. Aber noch immer leben einige Tausend Menschen in den Lagern bei Torbali

Logistik der Essensverteilung

Die Logistik der Essensverteilung – Vom Butterbrot zum LKW Es gibt nur einen schlimmeren Feind als den Hunger: den Hunger deiner Kinder. Im Herbst 2016 auf Lesbos gab es oft gar nichts zu Essen und wir fingen an Butterbrote zu schmieren. Mit der Hilfe junger Griechen steigerten wir uns schnell auf die alltägliche Verteilung von ca. 600 warmen Mahlzeiten. In den offiziellen Lagern um Thessaloniki gab es morgens ein „Croissant“ und dann noch zwei Mal Kartoffeln mit etwas Sauce oder ähnlichem. In dem Auffanglager derjenigen deren Fluchtversuch nach Mazedonien und Serbien gescheitert war, gab es auch das nicht. Wir fragten

Besuch an der syrischen Grenze

Besuch an der syrischen Grenze am 01.01.2017 Fast 1.000 Kilometer lang und 3 bis 4 Meter hoch wird die Betonmauer, die die syrischen Flüchtlingen die Flucht vor den Bomben verwehrt und sie wächst schnell. Jenseits der Mauer wächst gleichzeitig eines der größten syrischen Flüchtlingscamps. Hier lebten bis vor der aktuellen dreitägigen Waffenruhe etwa 700.000 Menschen in Zelten, jetzt noch ca. 600.000. Vielen Familien gelingt, mit Hilfe von Schmugglern, die Einreise in die Türkei und die meisten von ihnen landen dann in inoffiziellen Zeltlager, sowie die bei Adana und Torbali. Wer einen Beruf gelernt hat, kann sich in den türkischen Städten

Regen und kein Ende in Sicht

So leben die Menschen seit über einem Jahr und der Regen zerstört nun auch noch ihr letztes Hab und Gut   28.12.2016 Es regnet seit drei Monaten und wohl auch noch die nächsten zwei bis drei Monate. Alles versinkt im Schlamm der küstennahen, sandreichen Erde auf der die Zelte der syrischen Flüchtlinge stehen. Die Pullover und Jacken in denen die Kinder stecken, die Matratzen und Decken, in die sich nachts die Menschen vor der Kälte verstecken, alles ist nass. Alle Nasen laufen. Alle husten und haben Rücken- und Gliederschmerzen. Viele kennen wir vom letzten Sommer, als sie unter Hitze, Moskitos,

Jahresrückblick – Jahresausblick

Jahresrückblick – Jahresausblick Wir sitzen in Çesme mit einer Tasse Tee im Wintergarten derselben Pension, von der aus wir vor einem Jahr jeden Morgen zum Schmugglercamp gefahren sind. Das gibt es schon lange nicht mehr, auch wenn noch vereinzelt Menschen für etwa ein Drittel des Geldes die Überfahrt nach Chios und damit Europa versuchen. Am letzten Tag unseres jetzigen Aufenthaltes in der Westtürkei schauen wir auf das Meer und am Horizont auf Chios und die Erinnerungen an das vergangene Jahr tauchen vor unseren Augen auf. Ein Jahr ist vergangen, seit wir das erste Mal in Torbali syrischen Flüchtlingen begegnet sind.

Warten, aber auf was?

Warten Kinder warten offensichtlich nicht, zumindest die Kinder hier. Sie beschäftigen sich mit irgendetwas oder sind einfach nur da, blicken dem Augenblick in die Augen. Auch die Frauenaugen hier blicken offensichtlich weder in die mit Sicherheit schwere Vergangenheit noch in die völlig unsichere Zukunft, sondern auf ihr bisschen Beschäftigung, die wenigen Kartoffeln, die es zu schälen gibt oder die paar Zweige, die es für das Feuer zu bündeln gibt. Die Männer und übrigen Frauen arbeiten auf den Feldern. Einzig die zum Schutz ihrer Frauen und Kinder, oder weil es nicht genug Arbeit gibt, im Lager gebliebenen Männer scheinen mir am

Weiterer Einsatz in Torbali

Nashwan hatte von einem neuen Camp erfahren, für die ich bereits am Vortag eingekauft hatte. Nach langem Suchen haben wir das sehr abgelegene Camp mit 12 Familien dann doch noch gefunden. Ein kleines Camp, direkt neben der Autobahn mitten auf einem Feld, aber weit und breit sonst nichts mehr. Die Überraschung im Camp war auf beiden Seiten groß, denn wir trafen auf überwiegend bekannte Gesichter. Neben Lebensmittel hatten wir für alle Familien auch noch Pflegeartikel sowie Windeln für die Babys. Ich bin gespannt, wo wir all diese Menschen demnächst wieder treffen, denn sie werden diesen Platz in Kürze wieder verlassen.

Die Hilfe in Torbali geht weiter

Auch diesmal hatten wir Unterstützung in Torbali: Danke Cyril Romann und Anna Tanner aus der Schweiz. So war es uns möglich in zwei großen Camps Lebensmittel zu verteilen. Neben Mehl und Öl, gab es Reis, Linsen, Bulgur und Bohnen. Wir hatten ein Camp mit 40 Familien und in dem anderen leben insgesamt 42 Familien. Alle Familien mit mehr als 6 Personen haben zwei Lebensmittelpakete erhalten. Wie immer hatte Nashwan eine Liste mit allen Familien, was die Verteilung für uns einfacher macht. In eines der Camps haben wir Valentine Malaïka Larici von Waha International kennen gelernt. Sie kümmern sich u.a. um

by AVICENNA Kultur- und Hilfswerk e.V.