Drei syrische Familien

Drei syrische Familien in der Türkei , die wir seit Jahren unterstützen

1. Nura Sveydan
Nura floh vor vielen Jahren mit ihrem Mann, ihrem 15-jährigen Sohn und ihren drei jüngeren Töchtern über die Berge. Ihr Mann schaffte es nicht über die Grenze – sie hat ihn nie wieder gesehen und weiß nicht, ob er noch lebt. In Izmir angekommen, wurde ihr Sohn zur Hauptstütze der Familie. Doch nur wenige Monate später wurde er von einem Auto angefahren und liegt seit drei Jahren im Koma. Das Krankenhaus entließ ihn nach kurzer Zeit, und nun pflegt Nura ihn in einem gemieteten Zimmer, wo er in einem Bett liegt und über eine Sonde ernährt wird. Sein Zustand bleibt unverändert, doch das Krankenhaus verlangt, dass er monatlich mit einem Krankenwagen zur Wiegekontrolle gebracht wird – Kosten: etwa 800 TL pro Fahrt. Wir unterstützen sie mit 3000 TL im Monat, aber der Vermieter erhöht ständig die Miete. Er weiß, dass ein Umzug für Nura nahezu unmöglich ist, da sie im Erdgeschoss wohnt und ihren Sohn nicht allein lassen kann.
Warum Ihre Hilfe zählt: Nura kämpft täglich, um ihrem Sohn ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Ihre Spende könnte die Transportkosten decken oder gar eine bessere Unterkunft ermöglichen.

2. Bashar Mohamed Agha

Bashar war einst Bankmanager bei der syrischen Zentralbank, seine Frau eine Ingenieurin. Nach 14 Jahren Warten bekamen sie eine Tochter – dann brach der Krieg aus. Eines Tages befand sich Bashar im Haus seines Onkels, als Bewaffnete eindrangen. Sie fanden ein Foto seines Onkels mit dem Präsidenten und enthaupteten ihn vor Bashars Augen. Seitdem zittert er unkontrollierbar – Hände, Kopf, alles – ein Schock, der wie Parkinson wirkt. Arbeiten ist unmöglich: Beim Versuch, als Tellerwäscher zu jobben, zerbrach er alles und wurde entlassen. Seine Frau, eine warmherzige und elegante Frau, starb vor zwei Jahren an Krebs und wurde in einem Armengrab in Izmir beerdigt. Tiafi übernahm die Beerdigungskosten von 100 TL (ca. 22 Euro), da Bashar mittellos war. Seine 14-jährige Tochter, eine brillante Schülerin, kümmert sich nun um ihn, seit er letztes Jahr einen Herzinfarkt erlitt. In der Türkei haben sie keine Familie mehr.
 
Ihre Spende könnte ihnen Stabilität und Hoffnung geben – für medizinische Versorgung und eine bessere Zukunft.

3. Abdulkadir Hamdo Ibraham

Abdulkadirs Sohn und Frau starben bei einem Bombenangriff in Syrien. Zwei seiner sechs Enkeltöchter wurden schwer verletzt: Nur, damals etwa 10 Jahre alt, verlor ihren linken Unterschenkel; Cinan, etwa 6 Jahre alt, kann beide Beine nicht mehr bewegen. Ihre Großeltern flohen mit den Kindern in die Türkei. Seit fünf Jahren unterstützen Tiafi und Avicenna sie. Nur läuft heute mit einer Prothese, spricht Türkisch und besucht seit vier Jahren unsere Bewegungs- und Flexibilitätskurse. Sie träumt davon, Physiotherapeutin wie Muhammed zu werden, und glänzt in der Schule. Cinans Gesundheit hat sich jedoch verschlechtert: Granatsplitter verursachten Nierenversagen, und sie ist nun auf Dialyse angewiesen. Ihr Großvater hat zudem die beiden Söhne seines zweiten Sohnes aufgenommen – Jungen im Alter von 10 und 12 Jahren, deren Vater starb und deren Mutter sie verließ.
 
Ihre Spende könnte Cinans medizinische Behandlung sichern und Nurs Ausbildung fördern, damit sie ihre Träume verwirklichen kann.

Aufruf zur Spende

Diese drei Familien – Nura, Bashar und Abdulkadir – haben durch Krieg, Verlust und Krankheit alles verloren, was ihnen lieb war. Doch dank Tiafi und dem Avicenna Kultur- und Hilfswerk erhalten sie eine kontinuierliche Unterstützung, um weiterzumachen. Ihre Spende kann Leben verändern: Sie hilft bei medizinischen Kosten, Miete und der Versorgung dieser Familien. Jeder Beitrag zählt – gemeinsam können wir Hoffnung schenken !
Besonders freuen wir uns auch über die Einrichtung eines Dauerauftrages für eine regelmäßige Unterstützung. 

Stichwort 3 syrische Familien

 

Khalil Kermani

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