Unsere Schule in der Westtürkei


Als im Herbst 2017 immer mehr Menschen über das Meer nach Lesbos und den anderen griechischen Inseln kamen, hörten wir von ihnen auch von den Verhältnissen auf der anderen Seite des Meeres. In Çesme fanden wir Ali und seine wenigen HelferInnen , die den in Ruinen tagelang auf die Überfahrt Wartenden Nahrung und Decken besorgten. Später fanden wir auch viele Syrer, die dort blieben und unsere Hilfe brauchten. Sie trotzten in Zelten ohne fremde Hilfe der Kälte und Nässe und dem Hunger. Für ihr Zelt und einen Hungerlohn arbeiteten sie zusammen mit ihren Kindern in der Landwirtschaft und hofften darauf, irgendwann nach Syrien zurückkehren zu können. Die meisten hatten auch früher als Bauern gearbeitet und ihre Kinder hatten oft in Syrien keine Schule besuchen können. Wir suchten unter ihnen nach einem Lehrer oder einer Lehrerin und fanden einen jungen Mann, der liebend gerne seine Feldarbeit aufgab und seitdem mit seiner Frau zusammen unsere Schule in einer nach und nach renovierten Bauruine und in größeren Zelten leitet. Viele der Kinder können wegen der Entfernung oder Sprachschwierigkeiten immer noch keine türkische Schule besuchen und müssen weiterhin auf den Feldern arbeiten. Aber sie haben eine gemeinsame Zeit in einem geschützten Rahmen und zwei Lehrer ganz für sich. Und sie haben Hoffnung auf eine bessere Zukunft,  denn sie können inzwischen rechnen und arabisch lesen und schreiben
Seit dem Start im Jahr 2018 konnte das Projekt kontinuierlich wachsen und sich weiterentwickeln. Dank der Unterstützung unserer Spender- und HelferInnen ist es gelungen, vielen Kindern eine Grundbildung und etwas Selbstbewusstsein zu vermitteln. Zur Zeit ( im Frühjahr 2026 ) lernen 47 Kinder in unserer Hauptschule und kleinere Gruppen in benachbarten Zeltlagern. Wann sie zurück nach Syrien können oder müssen, wissen sie noch nicht. Aber solange hoffen wir mit ihrer Hilfe dieses, unser Herzensprojekt weiterführen zu können. Vielen Dank für Ihre so wichtige Hilfe.

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