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Das Wunder des Alltags in Idomeni

 Unsere Eindrücke von Idomeni

 

Idomeni ZeltDie Fotos und Nachrichten hatten uns schon von den Strapazen erzählt, denen die Menschen hier in Idomeni ausgesetzt sind: Wo ihr Weg nicht weiter führt, vom wochenlangen Ausharren in Schlamm und Kälte, in engen Zelten, mit gerade soviel Essen und Unterstützung, das es zum Überleben reicht. Von der fehlenden Perspektive und Information, wohin sie als nächstes hintransportiert werden, wo sie in dieser Welt vielleicht noch eine Zuflucht finden könnten.

 

Aber was uns sprachlos gemacht hat und auch bleibend zutiefst berührt, ist nicht nur die Not dieser Menschen, sondern noch mehr die bescheidene Höflichkeit und aus dem Herzen kommende Freundlichkeit dieser Heimat- und Hoffnungslosen, mit der sie sich für jede Hilfeleistung und noch mehr, für jeden Blick des Verstehens bedanken.

Ihre für uns unvorstellbare Kraft auszuharren, auch jetzt noch, nach monate- oder jahrelangen Zeiten der Not und Gefahren, nachdem sie feststellen mussten, dass alle Mühen und Ängste auf dem Weg umsonst waren, beschämend die Demut und Gottergebenheit, mit der sie ihr Schicksal annehmen und aus der sie die Kraft dazu schöpfen.

Idomeni Musik verbindet

 

Die Fotos und Nachrichten sprechen auch nicht von den vielen kleinen Begegnungen zwischen den Heimatlosen und den zahlreichen, meist jungen, bunt zusammen gewürfelten Helfern aus der ganzen Welt. Davon, wie sich das Wunder dessen, was ein Mensch aushalten kann, ohne seine Würde als Mensch zu verlieren und welche Kraft und Freude es bereitet, anderen zu helfen, verbinden können zu einer Musik, welche die Grenzen zwischen dem Alltag in Europa und an seinen Grenzen ein wenig aufzulösen scheint.

 

 

Idomeni Bahngleise

 

Idomeni Frauen waschen

 

Idomeni Zelte

 

 

 

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Ein Kommentar

  1. Mitten im Schreiben an einem Vortrag über Traumatisierung und Bewältigungsstrategien für Flüchtlingshelfer lese ich Ihre Zeilen über das Wunder dessen, was Menschen bewahren können in der größten Not.
    Jetzt bin ich dankbar, dass ich mich mit einer Spende mit Ihnen und den Menschen denen Sie helfen verbinden kann.
    (Ich komme ursprünglich auch aus Siegen-mein Vater Hans Arabin hat seine Praxis an Frau Al-Zubaidi übergeben, die Sie vielleicht kennen)
    Ich wünsche Ihnen Licht und Segen.
    Mechthild Hauck

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